Wie verdeutlicht man, dass etwas sehr leicht zu erklären ist? Man lässt es Kinder erklären. Dass das nicht funktioniert wissen wir spätestens seit Fritz Egner uns die Welt in Dingsda von Kindern erklären ließ. So kennen wir z.B. legendäre Erklärungsversuche wie „Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf“ oder „Im Winter legen die Hühner keine Eier, weil ihr Eierloch zufriert“. Die momox Werbung versucht es aber.

Eloquente Kids in der momox Werbung

Die Kinder, die im momox-Spot die Welt erklären sind jedoch viel intelligenter und vor allem auch viel eloquenter. Sie haben den Elevator-Pitch perfektioniert und wissen genau wo der sprichwörtliche Frosch die Locken hat. Der Satz „Da kann man Sachen verkaufen, die man nicht mehr lieb hat“ klingt sogar fast noch so als hätte es tatsächlich ein Kind formuliert, aber „Strichcode finden, einscannen, verkaauuuuufffeeen!“ ist Marketing-Sprech in Perfektion. Und genau deswegen ist es unglaubwürdig und genau deswegen nerven Kinder in Werbespots. Man zwingt die armen kleinen Menschen dazu die Botschaft zu verkünden obwohl sie eigentlich sagen wollen „Wenn ich Limo trinke, kriege ich Mundpupse“. Ich würde ja gerne mal ner Gruppe Siebenjähriger den Werbespot zeigen und sie danach mit der App auf meine DVD- und Buchsammlung loslassen. Mal sehen wie gut diese ausgefuchsten kleinen Verkäufer sind.

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